Heute ist der 22. April 2026 und alles soweit auf Stand. Nicht das es nichts mehr zu tun gibt, das ist der Lauf des Lebens aber nichts ist mehr dringend.
Ich habe es mir fest vorgenommen, keine Termine mehr vor dem Spaziergang mit Tia und unserem gemeinsamen Frühstück es gibt nichts das wichtiger ist als Zeit mit Marlies und Tia zu verbringen. Alles andere kann warten. Probleme anderer vor unsere gemeinsame Zeit zu stellen habe ich schon mehrmalig gemacht und genau damit ist jetzt endgültig Schluss. Hilfe „JA“ Arbeiten „NEIN“, ganz klare Regelung.
So aber nun das allerwichtigste zuerst „Tia‘s Tumor wurde entfernt und er war… gutartig🥳🎉“. Damit ist uns ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen.
Die letzten 5 Wochen waren Stress pur. Ich merke immer mehr das ich genau diesen immer weniger vertrage. Ich kann zwar noch immer alles unter Druck problemlos abarbeiten aber ich vertrage Zeitdruck immer weniger.
Ich kann damit immer schlechter umgehen, schlafe nur mehr sehr schlecht bis gar nicht, werde unruhig sowie unkonzentriert und meine Diabetes gerät völlig außer Kontrolle. Das führt dazu das ich ununterbrochen meinen Unmut auf Marlies ablade.
Soweit lasse ich es einfach nicht mehr kommen. Keinesfalls werde ich mich für andere in einen solchen Zustand versetzen. Ich habe genug zuhause zu tun und möchte mit Marlies und Tia meine Zeit genießen. Ich bin nun in einem Alter in dem ich nur mehr meine mir noch verbleibende Zeit genießen möchte. Besitz und Konsum bedeuten mir immer weniger. Ich liebe es einfach in den Tag hineinzuleben und genieße jede Sekunde davon.
Ich beginne immer mehr Lebensqualität völlig anders zu definieren. Es ist mir egal was andere über mich denken, statt dessen ist mir Zeit unheimlich wichtig. Zeit so zu verbringen das ich das Gefühl habe sie nicht zu verschenken sondern für uns sinnvoll zu nutzen.
Auch Marlies hat gesundheitliche Einschränkungen die sobald ich durch Stress unruhig und unausgeglichen bin, Ihre Schmerzen schlimmer werden. Ich denke wir beide haben in unserem Leben genug geleistet und irgendwann ist nun mal Schluss.
Ich bin einfach nicht mehr bereit für andere Arbeiten zu erledigen. Das hat nichts mit Gefälligkeit zu tun wenn ich die Probleme anderer lösen soll. Dazu gibt es Handwerker die genau dazu da sind. Ich verlange von niemanden das er das versteht aber ich bestehe darauf dies bedingungslos zu akzeptieren und egal wie wenig Arbeit das auch ist ich mache es nicht mehr.
Ich bin Pensionist, kein Problemlöser und schon kein kostenloser Handwerker. Auch wenn sich „Freunde“ dann abwenden ist das für mich unterm Strich ein Gewinn. Wer nur Freundschaften pflegt um sich eventuell Vorteile zu verschaffen ist für mich kein großer Verlust. Gefälligkeiten ja, aber keine Arbeiten mehr. Dazu bin ich gesundheitlich einfach nicht mehr in der Lage. Selbst bei uns mache ich nur mehr das notwendigste, den Rest lasse ich machen. Ich weiß ich wiederhole mich aber ich kann es gar nicht oft genug sagen damit das jedem zu hundert Prozent klar ist.
Zukünftig werden wir bis in etwa Ende September zuhause sein und ab Oktober Richtung Süden fahren. Den Winter verbringen wir dann in Spanien oder Marokko um gegen Anfang April wieder zuhause zu sein.
Zuhause werde ich mich ausschließlich um Marlies, Tia unseren Garten um unser Haus sowie unsere Fahrzeuge kümmern. Auch werden wir gute Freundschaften pflegen aber nur mehr solche.
….. und ja wir sind dabei glücklich, wir lieben unser Leben. Wir genießen es den Winter im Süden zu verbringen und vermissen in diesen Monaten nichts. Zwischen unterschiedlichen Kulturen und Landschaften zu wechseln bereichert unser Leben.
Keinesfalls lasse ich mir unseren letzten Lebensabschnitt von schlechten Nachrichten, negativen Stimmungen oder Zeiträubern schlecht machen. In diesem Sinn wünsche ich mir für uns einen zufriedenen und erfüllten Lebensabend.