09 Jul
09Jul

seine Probleme. Kreislaufwirtschaft bedeutet Kompostieren. Naturbiotope ziehen über kurz oder lang Frösche, Ringelnattern und Libellen an. Fledermäuse jagen in der Dämmerung Insekten. Eidechsen und Igel finden Unterschlupf in Trockenmauern. Regenwürmer und Mikroorganismen sorgen für einen perfekten Mutterboden. All diese Wildtiere lieben dichten Bewuchs und deutet darauf hin das sich der Garten im biologischen Gleichgewicht befindet. Soweit ist die Welt perfekt wären da nicht auch noch Ratten. Naturgärten sind leider auch ein Paradies für Ratten und genau diese möchte niemand im Garten haben. Es gibt einiges das man tun kann dass sich Ratten soweit als irgendwie möglich nicht in diesem paradiesischen Lebensraum für Wildtiere ansiedeln.

Dazu gehören richtige Kompostierung, aufgeräumte Uferzonen, keine Verstecke mit Stein und Holzhaufen, Hochbeete richtig anlegen und auch die richtige Bepflanzung und deren Pflege kann dazu beitragen.

All diese Dinge tragen nur dazu bei sie am ansiedeln zu hindern. Wenn sie mal da sind wird es wesentlich schwieriger. Ratten los zu werden ist ein schwieriges Unterfangen da sie sehr ortstreu und äußerst schlau sind. Gift ist in einem Naturgarten absolutes Tabu, Ratten natürlich auch da sie eine Vielzahl an Krankheiten übertragen und sich rasant vermehren. So stark das nur mehr ein Profi die Ratten vertreiben kann. Soweit der allgemeine Teil.

Aber nun ein wenig in die Tiefe:

1.) Das allerwichtigste ist Ihnen            keine Futterquellen zur Verfügung stellen. Dazu muss man wissen das Ratten       Allesfresser sind. Sie fressen tatsächliches „ALLES“, auch Pflanzen, Gemüse, Obst selbst Hundekot. Also deshalb nur nährstoffarme  Pflanzen in den offenen  Komposter. Gemüsereste in den Wurmkomposter und Fallobst jeden Tag entfernen. Weiters den Komposthaufen alle paar Wochen umsetzten. Auch Frösche junge Ringelnattern und Eidechsen sowie Schnecken stehen auf ihrem Speiseplan. Ratten sind auch exzellente Kletterer . Vogelfutter erreichen sie Problemlos.        Selbstredend auch kein Tierfutter im Garten stehen  lassen.

2.) Den Boden vom Komposter und         den Hochbeeten mit Drahtgitter         (Max. 12 mm Maschengrösse) verschließen. Sämtliche Holz und Steinhaufen regelmäßig umschlichten. Ratten sind Gewohnheitstiere und          hassen Veränderungen. Uferzonen immer wieder auslichten. 

3.) Der Geruch von Rosmarin, Lavendel, Salbei, Lorbeer, Oregano, Thymian und           Knoblauch mögen Ratten überhaupt nicht. Diese  Pflanzen am besten um für           Ratten attraktive Stellen pflanzen. 

4.) Strahler mit Bewegungsmelder             an Plätzen montieren die zum Wechseln von exponierten Stellen notwendig sind. Ratten sind sehr schreckhaft und meiden Plätze an denen sie gestört werden. 

5.) Ich selbst überwache noch mit             Kameras den gesamten Garten um rechtzeitig zu sehen wenn sich Ratten doch zeigen sollten. Weiters achte ich bei            Gartenarbeiten auf Erdlöcher und Kotstellen.

Damit sollte es gelingen den Garten für Ratten so unbequem als möglich zu machen und sie zum Weiterziehen zu bewegen. Diese Maßnahmen funktionieren jedoch nicht mehr wenn sich Ratten bereits eingenistet haben. Da muss man auf alle Fälle einen Profi damit beauftragen damit man diese wieder los wird und zwar so schnell als nur irgendwie möglich. 

Die Vermehrungsrate im Detail:

  • Tragzeit: Nur 3 Wochen.
  • Wurfgröße: Meist 5 bis 10 Junge, vereinzelt bis zu 20.
  • Geschlechtsreife: Bereits nach 5 bis 8 Wochen. 

Wegen dieser rasanten Vermehrung kann eine einzelne Ratte theoretisch mehrere Hundert Nachkommen im Jahr ermöglichen, weswegen ein Befall schnell zum Problem wird. 


Eines noch vorweg, ein Naturgarten ist biologisch äußerst wertvoll und wunderschön. Von einfach war nie die Rede. Gesunde Umgebung und Ernährung ohne Wissen und Fleiß ist nicht möglich, ist jedoch in allen Bereichen so.

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