Der Anbau von Bio-Gemüse lohnt sich besonders bei Sorten mit großer Oberfläche und dünner Schale, da diese im konventionellen Anbau intensiv mit Pestiziden gespritzt werden. Bei Gemüsearten, die unter der Erde wachsen, eine dicke Schutzschale besitzen oder von Natur aus robust sind, reicht konventionelle Ware oft völlig aus.Dieses Gemüse wird im konventionellen Anbau oft mehrfach mit chemischen Mitteln behandelt. Da man die Schale oder das gesamte Blatt mitisst, nimmst du die Rückstände direkt auf.
- Spinat, Grünkohl & Blattgemüse: Filigrane Blätter nehmen Schadstoffe leicht auf und lassen sich schwer abwaschen.
- Paprika & Chilischoten: Proben weisen hier regelmäßig sehr hohe Pestizid-Konzentrationen auf.
- Tomaten & Kirschtomaten: Die dünne Haut bietet kaum Schutz vor gespritzten Chemikalien.
- Sellerie & Blattsalate: Diese Kulturen werden anfällig für Schädlinge und daher oft intensiv behandelt.
- Frische Kräuter: Konventionelle Ware überschreitet leider immer wieder die Grenzwerte.
Hier lohnt sich Bio beim Obst besonders (Hohe Belastung)Diese Früchte haben eine sehr dünne Haut, die Schadstoffe direkt ins Fruchtfleisch durchlässt, oder sie werden aufgrund ihrer Anfälligkeit im konventionellen Anbau sehr intensiv gespritzt:
- Erdbeeren & Beerenobst: Erdbeeren führen regelmäßig die Negativlisten für Pestizidrückstände an. Auch Himbeeren und Brombeeren sind sehr empfindlich.
- Äpfel & Birnen: Da sie fast das ganze Jahr über gelagert und weite Wege transportiert werden, kommen im konventionellen Anbau viele Pilz- und Insektenmittel zum Einsatz.
- Weintrauben: Um Schimmel vorzubeugen, werden konventionelle Reben oft bis kurz vor der Ernte intensiv behandelt.
- Pfirsiche, Nektarinen & Kirschen: Das weiche Steinobst besitzt eine sehr durchlässige Haut und ist anfällig für Schädlinge.